Freitag, 9. August 2013

Ein Unglueck kommt selten allein...

Die letzte Woche verlief recht unspektakulaer, bis heute morgen...
In den letzten Tagen haben wir das Schulhaus oefter mal verlassen, um mit Tim raus in den Busch zu fahren und ihm bei einigen Handgriffen unter die Arme zu greifen. Gestern Mittag durften wir dann die Post abholen - wir haben ganz blauaegig wirklich gedacht, Marian wuerde uns jetzt zu einem kleinen verwalteten Postoffice fahren. Doch da hatten wir uns getaeuscht! Als wir bei dem sogenannten "Postoffice" ankamen, fanden wir einfach nur eine kleine Flugzeuglandebahn und eine Tonne - DER BRIEFKASTEN - vor. Daraus nahmen wir dann einen grossen Sack voller Briefe (die Post wird hier jeden Freitag mit einem kleinen Segelflieger geliefert) und fuhren wieder nach Hause.
Gestern am spaeten Nachmittag began dann die Unglueckskette: Wir wollten eigentlich nur zu den Pferden fahren, Marian und Bree am Steuer und wir mit den drei Maedels hinten auf der Ladeflaeche. Ploetzlich fuhren wir ueber etwas hinueber, sodas Marian ruckartig stoppte und schaute, was wir ueberfahren hatten. Es war leider Boots, einer der vier Hunde hier auf der Farm. Ihm war leider nicht mehr zu helfen und so mussten wir auf der Rueckfahrt Seelsorge leisten und die Kinder troesten.
Damit aber nicht genug, heute erwartete uns eigentlich ein Chill-Out-Tag, nur Tim brauchte heute morgen einmal unsere Hilfe. Also sind wir mit Tim zu einer der Wasserstationen fuer die Rinder gefahren, um einen neuen Motor anzuschliessen. Dabei musste Tim auf ein recht hohes, schon rostiges Metallgeruest klettern, waehrend wir unten am Motor seinen Anweisungen gefolgt sind. Nach einiger Zeit knackte es - drei Aktionen verliefen parallel zueinander: Die 6 bis 9 Meter hochgelegene Stange, auf der Tim stand, brach weg, Mareike, die unter dieser Stange stand, sprang reflexartig nach hinten und Tim fiel kopfueber vor Franzis Fuesse. In nur wenigen Sekunden war so viel passiert, dass wir selber einen kleinen Schock hatten, Tim allerdings schwer verletzt war. Da er selber nicht mehr dazu in der Lage war, fuhr Franzi uns nach Hause. Ca. eine Stunde spaeter kamen dann zwei Rettungssanitaeter, haben Tim provisorisch verarztet und ihn dann ins Krankenhaus nach Alice Springs gefahren (momentan sind wir auf dem Stand, dass Arm und Bein gebrochen sind). Jetzt sind wir hier bis heute Abend erstmal allein, da Marian, Bree und die Kinder heute morgen schon ganz frueh in die Stadt zum einkaufen gefahren sind. Marian wird bis morgen auf jeden Fall bei Tim bleiben und Bree kommt nachher mit den Kindern nach Hause.
Trotz alledem gibt es auch gute Nachrichten! Wir haben so gut wie einen bezahlten Job hier im Outback sicher und wir haben eine sehr interessante Reiseroute geplant, die von unseren anfaenglichen Plaenen doch sehr abweicht: anstatt der Ostkueste werden wir uns jetzt der Westkueste widmen, den Sommer im Sueden Australiens verbringen und Weihnachten ganz familiaer bei Claire feiern.

Greetings from Huckitta-Station (Alice Springs)

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